AIDS in Afrika

Afrika ist das wohl am schlimmsten betroffene Land. In Afrika, südlich der Sahara gibt es die meisten HIV-positiver Menschen. Die Zahl betrug 2007 22 Millionen und sie ist bis heute um ein weiteres gestiegen. 67 % aller Menschen mit HIV/AIDS leben im Subsahara-Afrika. Hier kommt es zu 75 % (2 Millionen) aller HIV-bedingten Todesfälle. Eine Studie ergab das die Anzahl der Todesfälle im Alter zwischen 25-44 Jahren sich verdoppelt hat und die Anzahl der Todesfälle im Alter über 15 Jahre um über 60% angestiegen ist (Zeitraum 1997-2002).

Diese Zahlen haben dramatische Folgen auf die Demographie: In einigen Ländern ist durch die Immunschwäche die Lebenserwartung deutlich gesunken.

Die Hauptübertragungswege von HIV unterscheidet sich deutlich zu denen aus Nordamerika oder Europa. Der am häufigsten auftretende Übertragungsweg ist der heterosexuelle Geschlechtsverkehr mit fast 50% der HIV-Infektionen. Weitere 5 – 10% sind auf Bluttransfusionen zurück zu führen. Die Ansteckungsgefahren ist bei infizierten Schwangere auch sehr hoch. Sie beträgt 16 – 30%. Hierbei infizieren sich die Neugeborenen während der Geburt und in der Stillzeit. Hier sieht man in einer in einer Tabelle die Verbreitung der HIV/AIDS Infizierten in den verschiedenen Ländern Afrikas.

Ursachen für die Verbreitung von HIV / AIDS

Für die Ausbreitung von Auds in den südafrikanischen Staaten sind folgende Ursachen verantwortlich:

  • Als in Europa und Nordamerika der HI-Virus entdeckt wurde, begann man durch Massenmedien die ganze Bevölkerung zu informieren und über Übertragungswege und Prävention aufzuklären. In Afrika hingegen wurden erst sehr spät Prävention gestartete. Das Thema war dort nämlich Tabu und so konnte sich die Seuche 20 Jahre ungehindert verbreiten.

  • Da Afrika ein 3.Welt Kontinent ist spielt der Kostengrund einen großen Faktor, denn Afrika gehört zu den ärmsten der Welt. Und die Verwendung von Kondome und HIV-Tests konnte dadurch keine breite Zustimmung finden.

  • In Afrika sind mehr Frauen als Männer infiziert, dies ist darauf zurück zu führen, dass die Prostitution sowie sexuelle und körperliche Gewalt gegen Frauen stärker verbreitet ist als in Europa und Nordamerika.

  • Das Problem der Gleichgültigkeit spielt auch eine wichtige Rolle. Denn den meisten Betroffenen HIV-Infizierten sind wenig verantwortungsbewusst. Es besteht kein Interesse daran den eigenen HIV-Status zu erkennen und somit auch andere zu schützen. Ein positives Testergebnis kommt in Afrika einem Todesurteil sehr nahe, denn es besteht keinerlei Behandlungsmöglichkeiten.

  • Starke Diskriminierung und Tabuisierung von Aids und Ausgrenzung, derer die davon betroffen sind, führt auch dazu das keine Bereitschaft vorhanden ist einen HIV-Test durchzuführen