Der HIV-Virus ist der Erreger der Krankheit AIDS. Im Vergleich zu anderen Krankheitserregern gilt er als schwerer übertragbar. Deshalb wird HIV im Alltag nicht so leicht übertragen, wie zum Beispiel in Schwimmbädern und Saunen oder beim Husten oder Niesen.
Das HIV-Virus kann übertragen werden, wenn eine große Menge an HI-Viren einer Person, in den Körper einer anderen Person gelangt. Unter Körperflüssigkeiten für eine HIV-Ansteckung bezeichnet man die Samen- oder Scheidenflüssigkeit oder Blut bzw. Blutspuren.
Die Möglichkeit der Übertragung von HIV ist vor allem bei folgenden Situation möglich:
- Ungeschützter Geschlechtsverkehr
Hierzu gehören folgende drei:
- Vaginalverkehr (Scheidenverkehr)
- Analverkehr (Darmverkehr)
- Oralverkehr (Mundverkehr)
Während der Menstruation (periodische wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter) besteht durch das Menstruationsblut ein erhöhtes Risiko der HIV-Infektion.
Bei dem Oralverkehr besteht die Gefahr bei einer HIV-Übertragung, dass der Samenguss im Mund erfolgt oder wenn Scheidenflüssigkeit aufgenommen wird.
- Gemeinsame Benutzung von Spritzbesteck
Die gemeinsame Benutzung von Spritzbesteck (Spritzen, Nadeln, Kanülen) bei intravenösem Konsum von Drogen. Weitere Informationen zu dieser Möglichkeit der HIV-Übertragung finden Sie unter Aidshilfe
- Schwangerschaft, Geburt und Stillen
Gefährlich wird’s auch bei der Schwangerschaft, Geburt und beim Stillen. Denn eine HIV positive Mutter kann ihr Säugling mit dem gefährlichem Virus anstecken. Durch medizinische Vorsorge und Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko sehr stark senken. Deshalb wird auch Mütter, die HIV positiv sind, empfohlen, sich einem HIV- Test zu unterziehen um schon im frühzeitig dem Virus entgegen zu wirken.
- Medizinische Behandlung mit Blut und Blutprodukten
In Deutschland werden Blutspenden sehr genau HIV überprüft. Dadurch besteht nur ein sehr geringes Restrisiko vom Zeitraum zwischen eine evtl. Ansteckung des Spenders und der Nachweisbarkeit von HIV-Antikörpern oder Virusbestandteilen.
Ausserdem ist bei der Herstellung von Blutplasmaprodukten sichergestellt, dass kein HIV enthalten ist.
